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Ein Tag auf der Schießbahn – Technik und Ausrüstung optimieren

Was bringt ein ganzer Tag auf der Outdoor-Schießbahn? Wind, Regen, wechselnde Distanzen – das ist jagdliches Training, wie es eine 100-Meter-Indoor-Bahn nie sein kann. Wir nehmen dich mit.

Wir sind beruflich wie privat viel auf der Schießbahn, probieren aus, testen und feilen ständig an unseren Fähigkeiten. Einmal wollten wir das ganze Team an einem Tag auf einer Outdoor-Bahn mitnehmen — um zu zeigen, was wir dort machen und vor allem, was du selbst für dich mitnehmen kannst. Denn mal ehrlich: Nur den Abzug ziehen und treffen wird auf Dauer langweilig. Spannend wird es, wenn du dich und deine Ausrüstung wirklich kennenlernst.

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Erst die Treffpunktlage

Egal auf welche Entfernung und wo du schießt: Die ersten Schüsse gelten immer der Kontrolle der Treffpunktlage. Das ist Pflicht, bevor irgendetwas anderes Sinn ergibt — gerade wenn dieselbe Waffe von mehreren Schützen genutzt wird, gehört überprüft, ob die Treffpunktlage stimmt und wie sie sich auf weitere Entfernungen verändert. Wie wichtig dieser Kontrollschuss ist, haben wir in einem eigenen Beitrag ausführlich gezeigt.

Ein Testtag für die ganze Ausrüstung

So ein Tag auf der Bahn ist immer auch ein Testtag. Hier lässt sich prüfen, ob deine Ausrüstung wirklich taugt und zu deinen Fähigkeiten passt — vom Zweibein über die Auflage bis zur Optik. Auf weite Entfernungen nutzen wir, wie die meisten im Team, eine ballistische App: Daten der Waffe, der Munition und die Umwelteinflüsse eingeben, und die App rechnet aus, wie die Klickverstellung am Glas eingestellt werden muss. Welche App, ist Geschmackssache — nahezu jeder namhafte Munitionshersteller bietet inzwischen sehr gute Lösungen an, und es gibt Anbieter, die sich ganz auf solche Programme spezialisiert haben.

Gerade ausgerichtet: die Libelle

An Tagen mit schwierigen Bedingungen kannst du an der Sitz- oder Liegeposition feilen. Wer das Liegendschießen nicht gewohnt ist, übt am besten zuerst genau das: Wie liege ich hinter dem Gewehr? Und ein Punkt, den man gut trainieren kann — wie gerade ist mein Gewehr überhaupt ausgerichtet? Eine Libelle (Wasserwaage) am Glas hilft dir, das nach jedem Schuss neu zu kontrollieren. Eine Verkantung kostet auf Distanz spürbar Präzision.

Warum Outdoor das beste Training ist

Wenn du die Möglichkeit hast, auf einer echten Outdoor-Bahn zu schießen, ist das jagdliches Training par excellence. Dort bist du allen Witterungsbedingungen ausgesetzt — und genau das ist der Punkt: Du siehst, wie die Geschosse reagieren, wie groß der Geschossabfall auf Distanz wird, wie der Wind eingreift und wie du selbst dich verhältst. Hast du einen Schirmhalter dabei, oder musst du den Schirm selbst halten? Wie reagiert deine Waffe, die du sonst nur indoor auf 100 m schießt, wenn der Wind drückt? Diesen Trainingseffekt kann eine geschlossene 100-Meter-Bahn nicht bieten, und die Erfahrung lässt sich direkt auf die Jagd übertragen.

Ehrlich gesagt macht es auch einfach Spaß. Wir standen an diesem Tag öfter im Regen und saßen zwischendurch im Auto, aber zwischen 100 und 600 m die Entfernungen zu wechseln, bei Wind und Wetter — die Motivation kommt da von allein. Bring vernünftige Klamotten und die Möglichkeit mit, liegend zu schießen (Zweibein), dann steht dem Trainingstag nichts im Weg.

Und ganz wichtig: nimm dich nicht zu ernst

Eine Sache möchten wir dir noch mitgeben, gerade bei allem Eifer. Nimm dich beim Training nicht zu ernst und werde nicht verbittert, wenn es mal nicht klappt. Hör auf dich und deinen Körper — der sagt dir schon, wenn es einfach nicht dein Tag ist. Manchmal läuft eben nicht so viel wie gewohnt, und das ist völlig in Ordnung. Wir sind alle Menschen und keine Maschinen. Aber eines gilt trotzdem: Großer Fleiß wird langfristig belohnt.

Dieser Beitrag ist nur ein grober Überblick — zu den einzelnen Techniken gehen wir an anderer Stelle deutlich tiefer. Wenn du Fragen zu deiner Ausrüstung hast oder dich für solche Trainingsausflüge fit machen willst: Ruf uns an, schreib uns oder komm nach Terminabsprache vorbei.

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