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Das Range Pack – was wir zur Schießbahn mitnehmen

Kanonen-Päckchen rein und los – oder ein durchdachtes Setup? Was wir für einen gut vorbereiteten Tag auf der Schießbahn dabeihaben, vom Sandsack bis zur Pflichtausrüstung. Unsere komplette Packliste.

Eine Frage, die uns immer wieder erreicht: Was soll ich eigentlich zum Schießstand mitnehmen? Die einen nehmen Kanone und ein Päckchen Munition — völlig legitim. Andere gehen die Sache analytischer an und wollen auf alles vorbereitet sein. Für alle aus der zweiten Gruppe zeigen wir, was bei uns für den klassischen deutschen 100-Meter-Stand immer mit dabei ist — thematisch sortiert, damit du dir deine eigene Liste zusammenstellen kannst.

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Schussruhe und Auflage

Ganz oben steht der eigene Sandsack als Hinterschaftauflage. Die auf den Ständen vorhandenen Auflagen genügen uns nicht immer, und einen Sack, den man kennt und zu „manipulieren“ weiß, schießt man einfach ruhiger. Dazu das Zweibein — falls eine Bahn ohne Vorderauflage frei wird oder du liegend schießt. Praktisch sind wechselbare Spikes für das Zweibein: Die Gummifüße lassen sich gegen Spitzen tauschen, wenn der Untergrund es verlangt oder du mehr Druck aufbauen willst.

Messen und dokumentieren

Wer der Präzision auf den Grund gehen will, misst und notiert. Wir haben immer einen Geschwindigkeitsmesser dabei — ein kompaktes Modell, das in jede Tasche passt — sowie ein Thermometer mit Luftfeuchte, weil Temperatur und Feuchte den Pulverabbrand und damit die Geschossgeschwindigkeit beeinflussen. Dazu ein Maßband, um Gruppen und Treffpunktlagen grob einschätzen zu können, und ein Notizblock mit Stift für Schusszahl, Schussart und Messwerte. Ein dicker Filzschreiber findet immer Verwendung.

Ein Tipp für hochvergrößerte Optiken: kleine Aufkleber (etwa 6 mm) aus dem Bürobedarf. Viele Wettkampfscheiben haben einen zu großen inneren Zielbereich, um wirklich präzise zu zielen. Ein kleiner, farbig abgesetzter Punkt — eventuell mit einem schwarzen Kringel umrandet — gibt dir einen feinen Zielpunkt, egal ob dein Absehen ein Kreuz oder einen Punkt hat.

Werkzeug und Montage

In jede Schießstandtasche gehört Werkzeug. Ein kompaktes Bit-Set mit Drehmomentbegrenzer deckt das meiste ab — zum Nachziehen von Schrauben, am Chassis oder um dem Nachbarn auszuhelfen. Dazu ein Drehmomentschlüssel für Montagen, falls du das Zielfernrohr vor Ort montierst oder eine Montage sich gelockert hat, und eine Sammlung Imbusschlüssel in allen Größen für den Rest. Wichtig, wenn du entsprechende Montagen nutzt: das passende Spezialwerkzeug des Montageherstellers — manche Montagen lassen sich nur mit ihrem eigenen Schlüssel öffnen, und ohne ihn stehst du auf dem Schlauch. Ein Multitool und Klemmen (falls du eigene Scheibenträger mitbringst) runden das ab.

Sicherheit und Pflicht

Ein paar Dinge sind nicht Kür, sondern Vorschrift. Eine Sicherheitsfahne (ein Sicherheitszeichen im Patronenlager) ist auf manchen Ständen Pflicht — gut, immer eine dabeizuhaben. Gehörschutz samt Ersatz und Ohrstöpsel für den Fall, dass etwas verrutscht oder ein Teammitglied etwas vergessen hat. Erste-Hilfe-Set und ein drahtgebundenes Telefon schreibt der Gesetzgeber für deutsche Stände vor — das ist also vor Ort vorhanden; ein persönliches kleines Erste-Hilfe-Kit und Pflaster für Kleinigkeiten kannst du nach Gusto ergänzen.

Pflege und kleine Helfer

Eine Putzschnur mit Führung ist immer dabei — wann und wie man sie sinnvoll einsetzt, haben wir in einem eigenen Beitrag zur Waffenpflege gezeigt. Taschentücher für Brillenträger und alles, was es zu wischen gibt, sowie ein Mikrofasertuch. Letzteres hat einen Doppelnutzen: Beim Halbautomaten legen wir es über das Auswurffenster, damit die Hülsen nicht den Nachbarschützen um die Ohren fliegen. Ein zusammenrollbares Säckchen zum Sammeln der Hülsen (wir sind Wiederlader), Handschuhe für den heißen Schalldämpfer beim Abnehmen, Kabelbinder zum fachgerechten Verschließen des Munitions-/Dämpfertransports und ein Snack für längere Tage. Und natürlich genug Zielscheiben — eher zu viele als zu wenige.

Die Tasche selbst

Der Behälter für das alles ist ein Rucksack mit rund 16 l Volumen und guter Facheinteilung. Entscheidend für uns: Rucksackriemen — auf dem Weg zum Stand hast du die Hände voll mit Gewehrkoffern und musst Türen bedienen. Praktisch ist ein Modell, dessen Trageriemen sich versenken oder abklippen lassen: Manche Standordnungen verlangen, dass Taschen keine Trageriemen haben (so wie der Gewehrriemen abgenommen werden muss). Mit versenkbaren Riemen bist du für jede Standordnung auf der sicheren Seite.

Stell dir deine eigene Liste zusammen

Das ist unser Setup — was davon für dich Sinn ergibt, entscheidest du. Manches ist Pflicht, vieles ist Komfort, und einiges davon brauchst du vielleicht erst, wenn es einmal gefehlt hat. Wenn du Fragen hast, was in dein Schießpack gehört, oder dir etwas davon zulegen möchtest: Ruf uns an, schreib uns oder komm nach Terminabsprache vorbei. Wir geben unsere Erfahrung von unzähligen Standtagen gern weiter — damit du entspannt und vorbereitet zur Bahn kommst.

Direkt aus der Werkstatt

Brauchst du Hilfe bei deinem Setup?

Reinigung & Prüfung, Gewindeschnitt, Cerakote, Fitment — wir nehmen uns das gleiche Werkzeug vor das wir hier beschreiben.

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