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GEE auf dem Prüfstand – 100, 200, 300 m im Feldversuch

Bis zur GEE-Reichweite Fleck halten – das kennt jeder. Aber funktioniert das auch weit darüber hinaus, auf 200 oder 300 m? Wir haben es im Feldversuch getestet. Das Ergebnis ist eindeutig: Verantwortung geht vor Reichweite.

An den Stammtischen der Jägerschaft brodelt ein Thema immer wieder hoch, über das viel gestritten wird. Zur GEE — der günstigsten Einschießentfernung — haben wir schon einiges gezeigt: Man schießt die Waffe etwa 3 bis 4 cm hoch und kann dann bis zu einer kaliberabhängigen Entfernung schlicht Fleck halten, ohne den Geschossfall zu kompensieren. Die Frage diesmal: Funktioniert das auch weit darüber hinaus? Kann ich auf GEE eingeschossen auch auf 300 m einfach Fleck halten? Das haben wir im Feldversuch getestet — nicht auf dem Papier, sondern im Liveschuss.

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Der Aufbau

Als Ziel diente eine Wildscheibe in etwa der Größe einer Wurfscheibe — das deckt vom Fuchs bis zum größeren Wild realistisch das ab, was zählt. Der Haltepunkt wurde aufgeklebt, damit er über alle Distanzen exakt gleich bleibt. Die Waffe (6,5 Creedmoor) haben wir auf GEE eingeschossen: rund 3 bis 3,5 cm Hochschuss, also eine jagdlich gute GEE, mit der man auch kleineres und junges Wild bejagen kann. Dann ging es Schritt für Schritt auf 200 und 300 m, bei stets gleichem Haltepunkt ins Zentrum.

Das Ergebnis

100 m
GEE sitzt,
rund 3 cm hoch
200 m
leicht unter
dem Haltepunkt
300 m
deutlich tief,
nicht vertretbar

Auf 200 m lag der Treffer leicht unterhalb des Haltepunkts — genau wie zu erwarten, denn die GEE-Reichweite dieser Laborierung endet bei etwa 170 bis 180 m, und 200 m liegt knapp darüber. Auf 300 m dagegen lag der Treffer ein ganzes Stück unter dem Ziel. Die Aussage ist eindeutig: Wer eine auf GEE eingeschossene Waffe auf 300 m benutzt und stur Fleck hält, trifft das Stück im besten Fall nicht — im schlechtesten Fall schießt er es ekelhaft krank.

Der „Rückenlinie“-Trick im Test

Dann haben wir noch den alten Korifhäen-Trick geprüft: auf weite Entfernung einfach die Rückenlinie anhalten, „dann passt das schon“. Also bei unveränderter GEE-Einstellung auf 300 m die Rückenlinie anvisiert. Ergebnis: wieder deutlich tief — und je nachdem, wie das Tier steht oder wie der Wind trägt, sitzt man mitten in den Läufen. Auch dieser Trick funktioniert also nicht. Lass dir das nicht erzählen, und wenn du selbst so jagst, überdenke es.

Warum das jagdlich zählt

300 m sind kein Fantasiewert: Bei der Gebirgsjagd kann das vorkommen, oder wenn du ein krankes Stück aus Waidgerechtigkeit erlösen musst. Gerade dann ist es entscheidend zu wissen, dass die GEE dort nicht mehr trägt — und dass du für solche Distanzen kompensieren musst, über Klickverstellung oder ein ballistisches Absehen statt über Hoffnung.

Verantwortung vor Reichweite

Ehrlich und wichtig: Dieser Test ist exemplarisch. Jede Waffe, jede Munition und jede Optik verhält sich anders — jeder muss sein eigenes Setup prüfen, bevor er es im Revier einsetzt. Was bleibt, ist das Prinzip: Die GEE ist ein hervorragendes Werkzeug innerhalb ihrer Reichweite, aber sie ist gedeckelt. Darüber hinaus gilt, was der ganze Test zeigt — Verantwortung geht immer vor Reichweite.

Wenn wir dir helfen sollen, die GEE deiner Laborierung zu bestimmen oder dein Setup für weitere Distanzen sauber einzurichten: Ruf uns an, schreib uns oder komm nach Terminabsprache vorbei. Wir bringen dich vom „müsste passen“ zum gewussten Treffer.

Direkt aus der Werkstatt

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Reinigung & Prüfung, Gewindeschnitt, Cerakote, Fitment — wir nehmen uns das gleiche Werkzeug vor das wir hier beschreiben.

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