Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – Webshop
§ 1 Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die über den Webshop der Roedale GmbH & Co. KG („Anbieter") geschlossen werden, unabhängig davon, ob der Kunde Verbraucher oder Unternehmer ist.
(2) Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).
(3) Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
(4) Soweit in diesen AGB nicht ausdrücklich zwischen Verbrauchern und Unternehmern differenziert wird, gelten die Regelungen für beide Kundengruppen. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.
(5) Für gewerbliche Kunden (Unternehmer), die über den Webshop bestellen, gelten ergänzend die B2B-Verkaufs- und Lieferbedingungen des Anbieters (gesondert erhältlich), soweit diese nicht im Widerspruch zu zwingenden Verbraucherschutzvorschriften stehen. Bei Widerspruch gehen diese Webshop-AGB für die jeweilige Webshop-Bestellung vor.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Waren im Webshop stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Der Kunde kann Produkte in den Warenkorb legen. Durch Klicken des Buttons „zahlungspflichtig bestellen" gibt der Kunde ein verbindliches Kaufangebot für die im Warenkorb befindlichen Waren ab. Vor Absenden der Bestellung kann der Kunde die Daten jederzeit ändern und prüfen. Das Angebot kann nur abgegeben werden, wenn der Kunde diese AGB akzeptiert hat.
(3) Nach Eingang der Bestellung erhält der Kunde eine automatische Eingangsbestätigung per E-Mail („Bestellbestätigung"). Diese stellt noch keine Annahme des Angebots dar, sondern dokumentiert lediglich den Eingang der Bestellung.
(4) Der Vertrag kommt zustande durch (a) Versand einer gesonderten Auftragsbestätigung per E-Mail oder (b) Versand der Ware bzw. Versandmitteilung – je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt.
(5) Kann der Anbieter das Angebot des Kunden nicht annehmen (z. B. weil die Ware nicht verfügbar ist oder der Kunde erforderliche Nachweise nicht erbracht hat), wird der Kunde hierüber unverzüglich informiert. Bereits geleistete Zahlungen werden unverzüglich erstattet.
§ 3 Preise und Versandkosten
(1) Alle im Webshop angegebenen Preise verstehen sich einschließlich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.
(2) Zusätzlich zu den Produktpreisen fallen Versandkosten an. Die Höhe der Versandkosten wird dem Kunden auf der jeweiligen Produktseite, im Warenkorb und im Bestellvorgang vor Absenden der Bestellung angezeigt.
(3) Die aktuellen Versandkostensätze entnehmen Sie den Versandinformationen unter https://roedale.de/Versand oder im Falle eines Unternehmers der separat zur Verfügung gestellten Preisliste.
(4) Bei Lieferungen in Drittländer (außerhalb der EU) können zusätzlich Zölle, Steuern und sonstige Abgaben anfallen, die vom Kunden zu tragen sind. Der Anbieter hat auf die Höhe dieser Kosten keinen Einfluss.
(5) Für Unternehmer mit gültiger EU-USt-IdNr. kann bei innergemeinschaftlichen Lieferungen die Umsatzsteuer entfallen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die erforderlichen Nachweise vorgelegt werden.
§ 4 Zahlungsbedingungen
(1) Derzeit bietet der Anbieter folgende Zahlungsart an: Vorkasse/Überweisung. Weitere Zahlungsarten (insbesondere Kreditkarte) werden derzeit vorbereitet. Der Anbieter behält sich vor, weitere Zahlungsarten hinzuzufügen oder einzelne einzuschränken.
(2) Vorkasse/Überweisung: Bei Zahlung per Vorkasse überweist der Kunde den Rechnungsbetrag nach Erhalt der Auftragsbestätigung auf das dort angegebene Konto. Der Versand erfolgt nach vollständigem Zahlungseingang.
(3) Kreditkarte (verfügbar ab Freischaltung dieser Zahlungsart): Bei erlaubnispflichtigen Waren kann bei der Bestellung der Kaufpreis auf der Kreditkarte lediglich reserviert (autorisiert) werden; die tatsächliche Belastung erfolgt erst nach erfolgreicher Prüfung der Erwerbsberechtigung (§ 7 Abs. 5). Besteller und Karteninhaber müssen identisch sein.
(4) Ist der Kunde Unternehmer, kann der Anbieter nach Bonitätsprüfung Kauf auf Rechnung (Zahlungsziel nach Vereinbarung) oder Lastschrift anbieten. Der Anbieter behält sich vor, dies im Einzelfall abzulehnen und auf Vorauszahlung zu bestehen.
(5) Der Kaufpreis ist mit Vertragsschluss fällig, sofern kein abweichendes Zahlungsziel vereinbart ist. Kommt der Kunde in Verzug, gelten die gesetzlichen Verzugsfolgen: Verbraucher schulden Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz; Unternehmer schulden 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Der Anbieter kann gegenüber Unternehmern die gesetzliche Pauschale von 40,00 € geltend machen.
(6) Bei der Belieferung autorisierter Fachhändler (insbesondere grenzüberschreitende Lieferungen gemäß § 12) ist die Zahlung per Kreditkarte ausgeschlossen. Die Abwicklung erfolgt ausschließlich per Vorkasse/Überweisung, Rechnung oder SEPA-Lastschrift.
§ 5 Lieferung, Lieferzeiten, Liefergebiet
(1) Der Anbieter liefert an Lieferadressen in Deutschland, in EU-Mitgliedstaaten und – nach gesonderter Prüfung – in ausgewählte Drittländer. Lieferungen in bestimmte Länder können aus rechtlichen Gründen (Exportkontrolle, Sanktionen) ausgeschlossen sein.
(2) Die voraussichtliche Lieferzeit wird auf der Produktseite angegeben und beginnt bei Vorkasse nach Zahlungseingang, bei sonstigen Zahlungsarten nach Vertragsschluss. Sofern für einzelne Waren Nachweise erforderlich sind (§ 7), beginnt die Lieferzeit erst nach deren vollständiger Vorlage.
(3) Der Versand erfolgt per Paketdienst (z. B. DHL, UPS). Ist der Kunde Verbraucher, trägt der Anbieter das Transportrisiko (Versendungskauf gem. § 475 Abs. 2 BGB). Ist der Kunde Unternehmer, geht die Gefahr mit Übergabe der Ware an den Transporteur auf den Kunden über (FCA Betriebsstätte des Anbieters, Incoterms® 2020).
(4) Teillieferungen sind zulässig, wenn dies für den Kunden zumutbar ist und ihm keine zusätzlichen Versandkosten entstehen.
(5) Ist der Anbieter zur Lieferung aus nicht von ihm zu vertretenden Gründen (z. B. Lieferantenausfall, höhere Gewalt) dauerhaft nicht in der Lage, kann er vom Vertrag zurücktreten. Der Kunde wird unverzüglich informiert und bereits geleistete Zahlungen werden erstattet.
§ 6 Eigentumsvorbehalt
(1) Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Anbieters.
(2) Ist der Kunde Unternehmer, gilt der erweiterte Eigentumsvorbehalt: Die Ware bleibt Eigentum des Anbieters bis zur Erfüllung sämtlicher Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung. Der Kunde tritt bereits jetzt die aus einem Weiterverkauf entstehenden Forderungen gegenüber seinen Abnehmern bis zur Höhe des Bruttorechnungsbetrags an den Anbieter ab; der Anbieter nimmt die Abtretung an. Der Kunde bleibt zur Einziehung der abgetretenen Forderungen im ordnungsgemäßen Geschäftsgang berechtigt, bis der Anbieter diese Ermächtigung aus wichtigem Grund widerruft.
§ 7 Altersnachweis, Erwerbsberechtigung, regulierte Waren
(1) Der Anbieter bietet über den Webshop diverse Jagd- und Sportartikel an, unter anderem Schalldämpfer, Mündungsbremsen und Zubehör sowie weitere Jagd- und Outdoor-Artikel. Schusswaffen und Munition werden über den Webshop nicht zur Bestellung angeboten und sind nicht online kaufbar; ihre etwaige Darstellung im Webshop dient ausschließlich der Information. Der Erwerb solcher Waren erfolgt ausschließlich über autorisierte Fachhändler oder direkt über den Anbieter außerhalb des Webshops und grundsätzlich nur unter Einhaltung aller rechtlichen Bedingungen.
(2) Bestimmte im Webshop angebotene Produkte unterliegen gesetzlichen Erwerbsbeschränkungen (z. B. Altersbeschränkungen, Genehmigungspflichten nach dem Waffengesetz oder sonstigen Vorschriften). Diese Produkte sind im Webshop entsprechend gekennzeichnet.
(3) Der Verkauf und die Lieferung solcher Produkte erfolgen nur gegen Nachweis der Erwerbsberechtigung (z. B. Volljährigkeitsnachweis, gültige Erwerbserlaubnis, WBK, Jagdschein, behördliche Ausnahmegenehmigung). Der Kunde ist verpflichtet, den erforderlichen Nachweis im Rahmen des Bestellvorgangs oder unverzüglich danach in geeigneter Form vorzulegen (z. B. als Scan oder Foto per E-Mail).
(4) Abweichend von § 2 gilt für erlaubnispflichtige Waren: Die Bestellung stellt ein Angebot des Kunden dar, das unter der Bedingung steht, dass der Kunde die erforderlichen Nachweise (Absatz 3) vollständig vorlegt und diese die gesetzlichen Voraussetzungen für den Erwerb erfüllen (insbesondere Gültigkeit, Echtheit und Ausreichen der Berechtigung für den bestellten Gegenstand sowie Übereinstimmung mit der Person des Bestellers). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, gilt das Angebot als angenommen, sofern der Anbieter die Bestellung nicht aus sachlichem Grund (insbesondere fehlende Lieferbarkeit, erkennbarer Preisfehler oder begründete Zweifel an der Zuverlässigkeit des Erwerbers im Sinne des Waffenrechts) ablehnt; einer gesonderten Bestätigung bedarf es im Übrigen nicht. Der Vertrag kommt spätestens mit dem Versand bzw. der Versandmitteilung zustande. Legt der Kunde die erforderlichen Nachweise trotz Aufforderung nicht innerhalb von 14 Tagen vollständig und in gültiger Form vor oder erfüllen diese die gesetzlichen Voraussetzungen nicht, ist der Anbieter berechtigt, die Annahme zu verweigern; das Angebot des Kunden erlischt mit fruchtlosem Fristablauf. Bereits geleistete Zahlungen werden vollständig und unverzüglich erstattet.
(5) Bei erlaubnispflichtigen Waren wird die Bestellung erst nach erfolgreicher Prüfung der Erwerbsberechtigung abgewickelt. Bei Zahlung per Vorkasse erfolgt der Versand erst nach bestandener Prüfung; ein bereits gezahlter Betrag wird bei nicht nachgewiesener Berechtigung vollständig erstattet. Bei Kartenzahlung – sofern und sobald diese angeboten wird – kann bei der Bestellung eine Autorisierung (Reservierung des Betrags) erfolgen; die tatsächliche Belastung der Karte erfolgt jedoch erst mit dem Versand, mithin nach bestandener Prüfung. Wird die Erwerbsberechtigung nicht nachgewiesen, wird eine etwaige Autorisierung aufgehoben bzw. ein bereits eingezogener Betrag vollständig erstattet. Der Versand erlaubnispflichtiger Waren erfolgt somit nicht, bevor die Erwerbsberechtigung des Kunden festgestellt ist.
(6) Die Lieferung von Produkten, die einen Altersnachweis erfordern, erfolgt ausschließlich per altersverifiziertem Versand (z. B. DHL IdentCheck oder vergleichbares Verfahren) und nur an die Person, die den Nachweis erbracht hat. Eine Lieferung an Packstationen oder Paketshops ist für diese Produkte ausgeschlossen.
(7) Für erlaubnispflichtige Waren (insbesondere Schalldämpfer und sonstige nach dem Waffengesetz regulierte Teile) gelten zusätzlich die einschlägigen waffenrechtlichen Vorschriften. Die Lieferung erfolgt nur im gesetzlich zulässigen Rahmen und bei Vorlage aller erforderlichen Dokumente.
(8) Waren, die einen Nachweis der Erwerbsberechtigung oder einen Altersnachweis erfordern, werden an Endkunden ausschließlich innerhalb der Bundesrepublik Deutschland geliefert. Ein Versand solcher Waren an Endkunden ins Ausland – innergemeinschaftlich wie in Drittländer – findet nicht statt. Die Belieferung autorisierter Fachhändler im EU-Ausland bleibt nach Maßgabe von § 12 hiervon unberührt. Bei der Belieferung autorisierter Fachhändler im Ausland sowie bei jeder grenzüberschreitenden Verbringung oder Einfuhr der gelieferten Waren ist der Abnehmer dafür verantwortlich, die im Bestimmungsland geltenden Erwerbs-, Besitz-, Verbringungs- und Einfuhrvorschriften einzuhalten und etwaige Genehmigungen einzuholen. Der Anbieter kann entsprechende Nachweise verlangen und die Lieferung aussetzen, bis diese vorliegen.
(9) Ausweiskopien und sonstige personenbezogene Nachweise werden ausschließlich zum Zweck der Prüfung der Erwerbsberechtigung verarbeitet und nach Abschluss der Prüfung gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen. Näheres regelt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
§ 8 Widerrufsbelehrung (nur für Verbraucher)
Die vollständige Widerrufsbelehrung einschließlich des Muster-Widerrufsformulars finden Sie auf unserer separaten Webshop-Seite unter https://roedale.de/Widerrufsrecht sowie in der Anlage zu diesen AGB.
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Roedale GmbH & Co. KG, Gartenkamp 8b, 49492 Westerkappeln, E-Mail: info@roedale.de, Tel.: +49 5404 9597921) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das nachstehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist.
Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden.
Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.
Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist.
§ 9 Ausschluss bzw. Erlöschen des Widerrufsrechts
(1) Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind (§ 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB).
(2) Das Widerrufsrecht erlischt bei Verträgen zur Lieferung versiegelter Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (§ 312g Abs. 2 Nr. 3 BGB).
(3) Weitere gesetzliche Ausschlussgründe nach § 312g Abs. 2 BGB bleiben unberührt.
(4) Unternehmer haben kein gesetzliches Widerrufsrecht.
§ 10 Gewährleistung, Sachmängel
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.
(2) Ist der Kunde Verbraucher, beträgt die Gewährleistungsfrist zwei Jahre ab Ablieferung der Ware. Für gebrauchte Waren kann die Gewährleistungsfrist auf ein Jahr verkürzt werden, sofern dies in der Artikelbeschreibung ausdrücklich angegeben ist.
(3) Ist der Kunde Unternehmer, beträgt die Gewährleistungsfrist ein Jahr ab Ablieferung. Es gelten die handelsrechtlichen Untersuchungs- und Rügepflichten gem. § 377 HGB.
(4) Geringfügige handelsübliche Abweichungen (Oberflächen, Beschichtungen, natürliche Materialvariationen, Farbtöne, branchenübliche Toleranzen) stellen keine Mängel dar, sofern sie zumutbar sind.
(5) Etwaige Herstellergarantien bleiben von der gesetzlichen Gewährleistung unberührt. Einzelheiten zu Herstellergarantien sind der jeweiligen Garantieerklärung des Herstellers zu entnehmen.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(4) Die Haftungsbeschränkungen dieses Paragraphen gelten nicht gegenüber Verbrauchern, soweit zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen.
§ 12 Compliance: Waffenrecht, Exportkontrolle, Sanktionen
(1) Der Erwerb, Besitz und die Weitergabe bestimmter Waren können dem Waffengesetz (WaffG), dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG) und weiteren Vorschriften unterliegen. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, die in seinem Land geltenden Erwerbs-, Besitz- und Einfuhrvorschriften zu prüfen und einzuhalten.
(2) Der Weiterverkauf und die Wiederausfuhr der vom Anbieter gelieferten Güter und Technologien nach Russland oder Belarus oder in einen anderen Staat zur Endverwendung in Russland oder Belarus sind gemäß Artikel 12g der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 bzw. Artikel 8g der Verordnung (EU) Nr. 765/2006 untersagt.
(3) Der Anbieter beliefert ausschließlich Länder, in die der Versand seiner Produkte nach geltendem deutschen und europäischen Außenwirtschaftsrecht zulässig ist. Der Anbieter hält insbesondere die Vorschriften des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG), der Außenwirtschaftsverordnung (AWV) sowie der EU-Dual-Use-Verordnung (VO 2021/821) und der jeweils geltenden EU-Sanktions- und Embargo-Listen ein.
(4) Bestellungen aus Ländern, die Embargo- oder Sanktionsmaßnahmen unterliegen, werden nicht ausgeführt. Gleiches gilt für Bestellungen, bei denen Anhaltspunkte für eine missbräuchliche oder verfassungsfeindliche Verwendung der bestellten Waren bestehen.
(5) Der Anbieter behält sich vor, jede Bestellung im Einzelfall auf ihre Zulässigkeit zu prüfen und gegebenenfalls die Annahme zu verweigern. Ein Anspruch auf Vertragsschluss besteht nicht. Bereits geleistete Zahlungen werden in diesen Fällen unverzüglich erstattet.
(6) Waffenrechtliche Teile im Sinne des Waffengesetzes werden an Endkunden ausschließlich innerhalb der Bundesrepublik Deutschland versendet. Der Versand in das europäische Ausland erfolgt ausschließlich an autorisierte Fachhändler des Anbieters auf Basis der dafür erforderlichen Genehmigungen; eine Lieferung an ausländische Endkunden ist ausgeschlossen.
(7) Der Kunde darf keine gelisteten Personen, Organisationen oder embargo-belegte Bestimmungsorte beliefern.
(8) Der Kunde darf vorhandene Kennzeichnungen oder Seriennummern an regulierten Waren nicht entfernen, verändern oder unleserlich machen. Der Kunde verpflichtet sich, die geltenden Gesetze einzuhalten.
§ 13 Transportschäden
(1) Werden Waren mit offensichtlichen Transportschäden angeliefert, bittet der Anbieter den Kunden, die Schäden beim Zusteller zu reklamieren und den Anbieter unverzüglich zu informieren. Die Versäumung einer Reklamation oder Kontaktaufnahme hat für die gesetzlichen Ansprüche des Verbrauchers keine Konsequenzen, erleichtert dem Anbieter jedoch die Geltendmachung eigener Ansprüche gegenüber dem Transporteur.
(2) Ist der Kunde Unternehmer, gelten die Pflichten gem. § 377 HGB und die Regelungen des § 10 Abs. 3 dieser AGB.
§ 14 Retouren / Rücksendungen
(1) Rücksendungen (außerhalb des gesetzlichen Widerrufsrechts) bedürfen der vorherigen Zustimmung des Anbieters und einer Rücksende-Autorisierungsnummer (RMA). Rücksendungen ohne RMA können abgelehnt werden.
(2) Für regulierte Waren können Rücksendungen eine vorherige Abstimmung und Genehmigungen erfordern. Der Kunde hat alle erforderlichen Informationen und Unterlagen bereitzustellen.
(3) Außerhalb berechtigter Gewährleistungsfälle und außerhalb des gesetzlichen Widerrufsrechts (§§ 8, 9 dieser AGB) müssen zurückgesandte Waren unbenutzt, wiederverkaufsfähig und in Originalverpackung sein. Der Anbieter kann andernfalls eine angemessene Wertminderung vornehmen. Gegenüber Unternehmern kann der Anbieter zusätzlich eine Wiedereinlagerungsgebühr von bis zu 10 % (netto) des Nettowarenwerts erheben.
(4) Sonderanfertigungen, kundenspezifische und gebrauchte Waren sind von der Rücksendung ausgeschlossen, sofern nicht zwingende gesetzliche Rechte (insbesondere Widerrufsrecht, Gewährleistung) entgegenstehen.
§ 15 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden zur Vertragsdurchführung und zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten. Bei Auswahl bestimmter Zahlungsarten werden personenbezogene Daten an den jeweiligen Zahlungsdienstleister übermittelt. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter https://roedale.de/Datenschutz
§ 16 Entsorgung, Batterien
(1) Soweit Produkte Batterien oder Akkus enthalten, gelten die gesetzlichen Entsorgungshinweise gemäß dem Batteriegesetz (BattG). Die vollständigen Entsorgungshinweise finden Sie auf unserer separaten Webshop-Seite unter https://roedale.de/Entsorgungshinweise
(2) Batterien dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Der Kunde ist gesetzlich verpflichtet, Altbatterien an einer kommunalen Sammelstelle oder im Handel zurückzugeben. Vom Anbieter erworbene Batterien können nach Gebrauch an den Anbieter (Roedale GmbH & Co. KG, Gartenkamp 8b, 49492 Westerkappeln) unentgeltlich zurückgesandt werden.
(3) Batterien und Akkus, die Schadstoffe enthalten, sind mit dem Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne sowie dem chemischen Symbol des jeweiligen Schadstoffs (Cd, Hg, Pb) gekennzeichnet.
§ 17 Verbraucherstreitbeilegung
(1) Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des VSBG teilzunehmen.
§ 18 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Für Verbraucher, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat haben, bleiben zwingende Bestimmungen des Rechts ihres Aufenthaltsstaats unberührt (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-Verordnung).
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertrag der Geschäftssitz des Anbieters (Westerkappeln), soweit kein zwingender anderer Gerichtsstand besteht. Der Anbieter ist berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht.
(4) Die Vertragssprache ist Deutsch.
Westerkappeln – Version: 15.06.2026 – Roedale GmbH & Co. KG
Anlage: Muster-Widerrufsformular
Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte das unter dem nachstehenden Link herunterladbare Formular aus und senden Sie es zurück.
Entweder postalisch an: Roedale GmbH & Co. KG, Gartenkamp 8b, 49492 Westerkappeln
Oder per E-Mail an: info@roedale.de
https://roedale.de/media/image/storage/opc/Formulare/muster-widerrufsformular.pdf